Grunderwerbsteuerfreiheit bei Verschmelzung wohl keine staatliche Beihilfe

Bei bestimmten konzerninternen Umstrukturierungen wird Grunderwerbsteuer nach § 6a GrEStG nicht erhoben. Umstrukturierungen oder anstehende Gestaltungen haben jedoch zuletzt dem Risiko unterlegen, dass die Norm § 6a GrEStG von der EU-Kommission als unzulässige Subvention angesehen werden könnte und damit unzulässig wäre. Nun ist von einem für die Unternehmen günstigen EuGH-Urteil auszugehen, weil nach dem Schlussantrag des Generalanwalts vom 19.9.2018 keine Beihilfe vorliegt. weiterlesen

Tax Compliance Management System – Teil D: Risiko-Analyse am Beispiel Lohnsteuer/Sozialversicherung (Phase II des PKF-Modells)

Nachdem die Phase II des PKF-Modells am Beispiel GoBD dargestellt wurde, wird die Reihe nachfolgend mit Beispielen aus dem Bereich Lohnsteuer/Sozialversicherung fortgesetzt. Auch für diesen Bereich werden die Anforderungen an die für die Sicherstellung der Tax Compliance erforderlichen Verfahrens- und Prozessdokumentationen beschrieben. weiterlesen

Tax Compliance Management System – Teil C: Risiko-Analyse am Beispiel der GoBD (Phase II des PKF-Modells)

In Phase I des PKF-Modells, der Tax-Compliance-Analyse, werden die Standardmodule GoBD einschl. Verfahrens- und Prozessdokumentation, Umsatzsteuer, Lohnsteuer/Sozialversicherung, Ertrag- und Bilanzsteuern, Internationales Steuerrecht und Verrechnungspreise einer Grobanalyse unterzogen. Ergebnis der Phase I ist die Entscheidung, welche Module in Phase II detailliert analysiert werden. Phase II umfasst nun zunächst eine Analyse, inwiefern Kontrollen und Maßnahmen bei den Einzelrisiken der ausgewählten Module bestehen, um Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren. Nachfolgend wird für das Modul GoBD dargestellt, wie eine Verfahrens- und Prozessdokumentation ausgestaltet sein muss, um Tax Compliance insoweit sicherzustellen. Besonders wichtig ist hierbei die Prozessdokumentation, die für nahezu alle Unternehmen die Grundlage der weiteren Module des Tax CMS bildet. weiterlesen

Verfassungsmäßigkeit steuergesetzlich festgelegter Zinssätze?

Der Prüfstand des Bundesverfassungsgerichts füllt sich

Seit dem Jahr 1982 unterliegen Pensionsverpflichtungen in der Steuerbilanz unverändert einem gesetzlich vorgegebenen Abzinsungssatz von 6 %. Die Diskrepanz zwischen den realen und nachhaltig niedrigen Marktzinsen und dem steuerlich vorgegebenen Zinssatz von 6 % führt inzwischen zu einer massiven Unterbewertung von Pensionsrückstellungen in der Steuerbilanz. Vor diesem Hintergrund hält das FG Köln den steuerbilanziellen Abzinsungssatz für verfassungswidrig und hat dazu das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) angerufen. Auch der im Steuerverfahrensrecht in § 238 AO gesetzlich festgelegte Zinssatz von 0,5 % pro Monat (6 % p.a.) ist Gegenstand von zwei anhängigen Verfassungsbeschwerden, über die das BVerfG vermutlich noch in diesem Jahr entscheiden wird. Dieser Zinssatz gem. § 238 AO kommt bei verschiedenen Verzinsungstatbeständen im Steuerrecht zur Anwendung, u.a. bei der Verzinsung für Steuernachforderungen und Steuererstattungen. weiterlesen

Tax Compliance Management System – Teil B: Compliance-Analyse (Phase I des PKF-Modells)

Innerhalb unseres Modells zur Tax Compliance wird in der Phase I der aktuelle Status der Tax Compliance im Unternehmen aufgenommen. Dabei wird auf einem „High Level“ ermittelt, in welchen Bereichen ggf. Handlungsbedarf besteht. Mittels Interviews und Checklisten wird eine Einschätzung vorgenommen, wie stark die sieben Elemente der Tax Compliance ausgeprägt sind. Untersucht werden Art, Umfang und Konkretisierung der Grundsätze und Maßnahmen, aber auch der Dokumentation. Dabei erfolgen die Untersuchung wie auch die Beurteilung des Tax CMS auf der Basis von Standardmodulen unter Berücksichtigung der individuellen Steuerrisiken des Unternehmens. weiterlesen

Tax Compliance Management System – Teil A: Chancen nutzen und Risiken verhindern mittels des Vier-Phasen-Modells

Ob Preisabsprachen, schwarze Kassen, unzumutbare Arbeitsbedingungen, diskriminierende Marketingkampagnen, Daten- und Schmiergeldaffären oder Steuerverkürzung und -hinterziehung – diese Compliance-Verstöße haben in allen Fällen der letzten Zeit zu hohen Kosten, Imageschäden und persönlicher Haftung der Beteiligten geführt. In unserer neuen Reihe zum Tax Compliance Management System (Tax CMS) stellen wir dar, wie im Bereich Steuern Risiken vermieden, Qualität und Effizienz von Prozessen gesteigert sowie letztlich Ressourcen gespart werden können. Eine zentrale Rolle spielt dabei das sog. Vier-Phasen-Modell von PKF, das wir im Anschluss an einen grundsätzlichen Überblick vorstellen werden. weiterlesen

Bitcoin: Virtuelle Goldgräber und deren Besteuerung im privaten und betrieblichen Bereich

Der Bitcoin erfährt spätestens seit dem rasanten Kursanstieg im Jahr 2017 einen immer größeren Bekanntheitsgrad. Dabei ist der Kurs äußerst volatil: Im Laufe des Jahres 2017 stieg er von 930 € auf 16.892 € (dem Allzeithoch Mitte Dezember 2017), um dann bis Mitte März 2018 wieder auf 6.656 € abzustürzen. Infolge der Ausbreitung dieses Zahlungsmittels sowie wegen der damit verbundenen Kursgewinne und -verluste haben Fragen nach der zutreffenden steuerlichen Behandlung stark an Bedeutung gewonnen. weiterlesen

Wirtschaftlich Berechtigte im neuen Transparenzregister

Mitteilungspflichten für Stiftungen und deren Beteiligte

Das mit dem Geldwäschegesetz (GWG) neu eingeführte Transparenzregister ist online. Die Frist zur erstmaligen Mitteilung der „wirtschaftlich Berechtigten“ ist am 1.10.2017 abgelaufen und seit dem 27.12.2017 ist – bei entsprechender Berechtigung – die Einsichtnahme in das Register möglich. Die erste Aufregung hat sich gelegt, oft jedoch ungeachtet der Frage, ob man den Anforderungen des Gesetzes tatsächlich nachgekommen ist. Anwendungshinweise des Bundesverwaltungsamts haben bestehende Unsicherheiten bei der Auslegung des neuen GWG nur teilweise ausräumen können. Wir geben hiermit einen Überblick über die weitläufigen Pflichten des neuen GWG, die nicht nur den Vorstand einer Stiftung treffen. weiterlesen